Erfolgreiches 3. Lozärner Altstadt Fäscht – und auch das vorläufige Ende der charmanten Veranstaltung

Mit der dritten Ausgabe des «Lozärner Altstadt Fäscht» vom 30. Juni 2018 auf dem Hirschenplatz und im Süesswinkel bewiesen die Macher, dass Solidarität gepaart mit Gemütlichkeit viel Gutes bewirken kann. 63’800 Franken Gewinn erwirtschafteten die 120 Helferinnen und Helfer. Dieser «Batzen» geht, wie schon die Jahre zuvor, ohne Abzüge an die Stiftung «Luzern hilft». Die Zukunft vom Altstadt Fäscht sehen die Initianten Alceo Benedetti, Guido Huber und Matthias Lips jedoch nicht in der Fortführung einer eigenständigen Veranstaltung, sondern im Neustart des «Luzerner Fest» 2020.

Das «Lozärner Altstadt Fäscht» stand wie immer unter dem Zeichen der Solidarität und Gemütlichkeit und bestach durch sehr viel Lokalcharme. So spielen vornehmlich Musikformationen aus Luzern und Umgebung. Wie schon im letzten Jahr wurde draussen im Süesswinkel und auf dem Hirschenplatz gefeiert, und auch der beliebte Ländlerchäller in der Kegelbahn vom Haus der Maskenliebhaber-Gesellschaft der Stadt Luzern wurde wieder betrieben. «Es war ein rüüdiges Fest, geniale Stimmung und der richtige musikalische Mix – so haben wir uns das immer gewünscht!» sagt OK-Präsident Alceo Benedetti.

63’800 Franken gehen an 6 Institutionen und Projekte

Der Festgewinn lässt sich sehen: Stolze 63’800 Franken hat das 9-köpfige OK mit 120 ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen gemäss Aussage von Kassier Guido Huber erwirtschaftet. Der gesamte Festgewinn wird am 8. November 2018 durch die Stiftung «Luzern hilft» anlässlich der Checkübergabe an die folgenden 6 wohltätigen Institutionen übergeben:

  • Insieme Luzern: Beitrag für das Ferienlager für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer geistigen Behinderung
  • Novizonte – Sozialwerk: Finanzielle Unterstützung zur Erweiterung von Betreuungsplätzen für schwerbehinderte junge Menschen
  • Frauenhaus Luzern: Beitrag zur Erarbeitung eines Arbeitsbuches für gewaltbetroffene Kinder im Frauenhaus
  • Regionalgruppe Luzern der Schweizerische Multiple Sklerose: Unterstützung zur Durchführung von Anlässen für MS-Betroffene
  • Stiftung Dreipunkt: Beitrag zum Jugendförderungsprojekt zur Unterstützung von Jugendlichen zum Weg in den Arbeitsmarkt
  • Sentitreff: Finanzielle Unterstützung des Weltmusikfestivals im Sentitreff

Guido Huber sagt zum Betrag: «Das Ergebnis ist überwältigend und macht uns rüüdig stolz. Das war nur dank der Hilfe der unzähligen Freiwilligen, Sponsoren, Musiker und Lieferanten möglich, und dafür sind wir sehr dankbar.»

Das Altstadt Fäscht ist eine Erfolgsgeschichte – und trotzdem wollen die Initianten nicht weitermachen.

Die Frage, die das OK seit diesem Sommer mehr als alles andere beschäftigt, ist allerdings eine ganz andere, nämlich jene nach der Zukunft vom «Lozärner Altstadt Fäscht». Der Hintergrund ist schnell erklärt: Das Luzerner Fest gönnt sich nach 10 Jahren im 2019 eine schöpferische Pause, um sich auf das Jahr 2020 neu zu erfinden. Und das stösst auch bei Alceo Benedetti auf viel positive Rückmeldung: «Wir wollten nichts anderes als beweisen, dass die Gemütlichkeit und der Charme des Altstadtfestes auch heute noch auf breite Zustimmung stösst, und dass man das mit vernünftigem Aufwand mehr als kostendeckend organisieren kann.». Die Besucherzahlen, in diesem Jahr um die 4’000, vor allem aber der Festgewinn, untermauern diese Aussage. Die Unterstützung von Lieferanten, Musikern, Firmen, Privatpersonen, Helferinnen und Helfern war enorm. Was als kleine und aus der Not geborene Facebook-Gruppe seinen Anfang nahm, wurde zu dem ursprünglichen Benefizanlass, den sich viele Luzerner sehnlichst zurückgewünscht haben. «Wir geben nicht etwa auf», sagt Alceo Benedetti, seit Beginn OK-Präsident der Veranstaltung, «sondern wir sind überzeugt davon, dass unsere Ideen und Vorstellungen nach dem Erfolg der letzten drei Jahre in das neue Konzept vom Luzerner Fest für 2020 einfliessen werden».

Und warum dann nicht die Lücke füllen und das Altstadt Fäscht auch 2019 organisieren?

Um alleine, ohne das parallel verlaufende Luzerner Fest, bestehen zu können, müsse laut den Veranstaltern das Fest grösser werden können. Da im nächsten Jahr kein Luzerner Fest stattfinden wird, müsse mit sehr viel höheren Besucherzahlen gerechnet werden, führen die Initianten aus. Die Vergrösserung um zwei oder mehr Plätze in der Altstadt wäre also zwingend nötig, sei aber keine Option, da laut ersten Abklärungen die Bewilligung dafür vom Stadtrat nicht erteilt würde. Ohne den zusätzlichen Platz aber wäre das Risiko einer Überlastung des Hirschenplatzes und des Süsswinkels sehr hoch, zu hoch aus Sicht der Veranstalter. Das würde nicht nur dem Verein und den Gästen, sondern im Endeffekt auch der Reputation der Stadt schaden und den Start in eine neue Ära des Luzerner Fests erschweren. «Wir glauben daran, dass die Diskussionen im Rahmen der Neuausrichtung des Luzerner Fests in die richtige Richtung gehen werden.», so Benedetti. Er begrüsst die Bestrebungen, das Fest zu wieder näher zur Stadtluzerner Bevölkerung und vor allem zum ursprünglich gemeinnützigen Zweck zuzuführen. «Wir freuen uns auf jeden Fall sehr darauf, im 2020 als Besucher an einem, hoffentlich auch ein bisschen durch unser Zutun, neuen und gemütlichen Luzerner Fest, bestenfalls in der Luzerner Altstadt, teilnehmen zu können!».

 

Supporter

Platzsponsor Hirschenplatz

Hauptsponsoren

Das Altstadt Fäscht 2018 in Zahlen

Besucher
4000
Spenden 2018
63800
Verkaufte Rondellen
1600
Helfer
120

Das Altstadt Fäscht 2017 in Zahlen

Besucher
4000
Spenden 2017
51236
Verkaufte Rondellen
1800
Helfer
80

Das Altstadt Fäscht 2016 in Zahlen

Besucher
1000
Spenden 2016
16500
Verkaufte Rondellen
1300
Helfer
60

Das OK vom Lozärner Altstadt Fäscht